Alaska Tierwelt: Elch / Moose

Elch / Moose (c) Doug Lindstrand / Anchorage ACVB


Elch:

Lat./Engl. Name: Alces alces / Moose
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Paarhufer
Familie: Hirsche
Maße: Kopfrumpflänge: 240-310cm / Schulterhöhe : 180-235cm
Gewicht: 315-800kg

Nahrung:

Wasserpflanzen, Weiden, Zweige, Blätter

Merkmale:

Langes dunkelbraunes Fell, breite nach unten gebogene Nase, großes Maul mit riesiger Oberlippe, ausgeprägte Wamme unter dem Kinn, länger Vorder- als Hinterbeine, Bullen mit Schaufelgeweih

Vorkommen:

In ganz Alaska (ausser Teil der Aleuten) und Kanada; außer Arktis. In Fichtenwäldern, in Feuchtgebieten und in Pappel- ind Weidendickichten. Tundra Küste

Läufer und Schwimmer:

Die Elche sind die größten Mitglieder der Familie der Hirsche und in Alaska wiederum leben die größten Exemplare. Trotz seines bis zu 800kg schweren Gewichtes bewegen sich die Tiere mit erstaunlicher Geschwindikeit und Eleganz durch ihren Lebensraum; mit bis zu 55km/h rennen sie durch die Wälder. 700km können die Tiere bei ihren Wanderungen zurücklegen. Dank ihrer spreizbaren Hufen überqueren sie problemlos Moore und sind dazu ausgezeichnete Schwimmer, die ohne Mühe große Seen und sogar Meeresarme durchqueren können. Die Schwimmhaut kommt nur bei den Elchen vor, andere Hirscharten besitzen sie nicht.

Geweih:

Elch (c) Douglas Brown http://www.flickr.com/photos/dougbrown47/8294995405/  Das Geweih der Elche, was aus Knochen besteht, kann über 20kg wiegen und wird jedes Jahr abgeworfen. Es dient in erste Linie zum Kampf in der Brunftzeit; die Bullen versuchen mit gesenktem Kopf den Rivalen zurückzudrängen. Dabei kann es auchmal vorkommen, daß sich zwei Elche so stark mit ihren Schaufel verhaken, daß sie sich nicht mehr befreien können und sterben. Die Elche in Alaska haben die größten Geweihe mit einer Spannweite von bis zu zwei Metern. Es gibt Stangen- und/oder Schaufelgeweihe, die bei Jungtieren ab dem zweiten Jahr anfangen zu wachsen und zwischen dem fünften und zehnten Jahr am größten sind.

Fortpflanzung:

Die nur für wenige Stunden empfängnisbereiten Kühe paaren sich mehrfach am Tag und verlassen danach den Bullen wieder. Nach der Paarungzeit vergehen noch acht Monate, bis die Elchkuh ein Junges (ausnahmsweise zwei) wirft. Das Kalb wird ein halbes Jahr mit Milch von der Mutter versorgt, dann kann es auch Pflanzen fressen. Insgesamt bleibt ein Junges ein Jahr bei seiner Mutter, die dieses gegen jegliche Bedrohung mit erbarmungsloser Vehemnenz verteidigt. Doch trotz der hohen Wachsamkeit überleben manchmal nur 20% der Kälber.

Feinde:

Die Hauptfeinde sind zuerst Gizzlys (Braunbären), Schwarzbären, später Wölfe. Auch der Mensch hatte den Bestand stark dezimiert, heute existieren 150.000 - 200.000 Elche in Alaska, von denen etwa 11.000 jährlich geschossen werden. Daneben verenden viele Tiere, von Autos oder Eisenbahn angefahren - oder verhungern einfach in den bitterkalten Wintern (wobei andere Elche Nahrungskonkurrenten sind). Aber auch die Elche können den Menschen sehr gefährlich werden, so sterben jährlich mehr Menschen durch einen Elch- als einen Bärenangriff, überhaupt sind die Bullen, durch den erhöhten Hormonspiegel in der Brunftzeit derart aggressiv, daß sie neben Menschen auch Pferde, Autos und Züge angreifen.

Lebensweise:

Elche sind Einzelgänger, nur die Elchkühe bleiben bei ihren Jungen bis sie zwei Jahre alt sind. Selten gibt es lose Rudel, meist in der Brunftzeit. Wird es den Tieren zu warm, dann wandern sie in kältere Gebiete, wobei Elche Temperaturen von -50 Celsius problemlos überstehen. Die Paarhufer sind tag- und nachtaktiv.

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Autor: Ragnar Rademacher