Alaska - Geologie - Vulkane
(c) Read, Cyrus courtesy of AVO/USGS / Mt. Augustine

Informationen zu Alaskas Geologie:
Geologische Besonderheiten: Tektonische Platten, Erdbeben,
Vulkane, Tsunamis, Gletscher, Permafrost und Nordlicht.

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_____Geologie Alaska_____
[ VULKANE ]  [ ERDBEBEN / TSUNAMIS ]  [ GLETSCHER / PERMAFROST ]  [ NORDLICHT ] 

:: Geologie
Tektonische Platten:
Geologisch gesehen, ist Alaska ein sehr junges Land, welches noch in der letzten Eiszeit durch eine Landbruecke mit Sibirien verbunden war. Entstanden ist das Land aus ueber 50 verschiedenen Erdkrustenbloecken (Terranen), die ihre Heimat meist weit jenseits von Alaska haben. Reste des Pangaea, ozeanischer Krusten, vulkanischem Gestein oder verfestigte Tiefseesedimente bilden einen Teil des Gesteinscocktails Alaskas. Waehrend die suedlichen Teile oft eine 1000km lange Reise hinter sich haben, stammt der noerdliche Teil Alaskas aus Nordamerika. Aber wie gelangen die Gesteinsmassen nach Alaska?

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die grosse Pazifikplatte, die sich unter dem pazifischen Ozean befindet, in Richtung Nordost bewegt. Sie trifft auf die sich westwaerts bewegene nordamerikanische Platte, auf der sich der amerikanische Kontinent befindet. Genauer gesagt, schiebt sie sich unter die leichtere kontinentale Kruste und wird in grosser Tiefe aufgeschmolzen. Das spielt sich alles entlang eines Bogens, der sich von den westlichen Aleuten bis nach Kalifornien erstreckt (Ring of Fire), ab. Die Folge des Zusammentreffens der Platten ist einmal das Wandern von Krustenbloecken von Sueden nach Norden und die Entstehungen von urgewaltigen Erdbeben und starke vulkanische Aktivitaet entlang der Verwerfungslinien.

Auch heute schieben sich Teile der Pazifikplatte unter die Landmassen Alaskas; bei Yakutat, an der Suedkueste Alaskas fuehrt dieser Vorgang zu Erdbeben und zum Emporsteigen der St.Elias Berge (Mt. Logan in Kanada ist stetig am wachsen).
Durch den unterschiedlichen Aufbau der Gesteinsbloecke haben diese auch ein sehr verschiedenes Alter; im Suedwesten Alaskas kann man die aeltesten Gesteinsformationen finden, sie sind vor etwa 2 Milliarden Jahren entstanden. In Zentralalaska haben die Gesteinsbloecke, die sehr wahrscheinlich vom nordamerikanischen Kontinent stammen, ein Alter zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Jahren.
Vulkane:
aleuten
Zwischen 50 und 100 aktive Vulkane befinden sich entlang des Bogens von den Aleuten bis zur Inside Passage. Die meisten davon waren in den vergangenen 300 Jahren aktiv. 80% der aktiven Vulkane der USA befinden sich in Alaska, dass sind 8% aller Vulkane auf der Erde. Weitere vulkanische aktive Gebiete findet man auf der Alaska Halbinsel, auf den Aleuten Inseln und im Cook Inlet aber auch in anderen Teilen Alaskas. Das Aufeinandertreffen der pazifischen mit der nordamerikanischen kontinentalen Erdplatte ist natuerlich Ursache fuer die vulkanische hochaktive Zone dem 'Ring of Fire'. Dieser erstreckt sich von Kalifornien ueber Alaska bis nach Japan. Kegelvulkane kann man in Alaska am meisten antreffen, der Mount Redoubt und der Mount Ilimna sind schoene Beispiele, die man auch als Besucher leicht, entweder von der Kenai-Penisula oder bei einem Flug nach Kodiak, besichtigen kann. Spalten- oder Schildvulkane sind in Alaska hingegen eher selten.

Der am naechsten zurueckliegende Ausbruch eines Vulkanes, war im Sommer 1992. Der Mount Spurr, 126 westlich von Anchorage gelegen, sties eine rieseige Aschewolke, die sich 15000 Kilometer in den Himmel erhob, aus. Ganz Anchorage und Umgebung war mit einer dicken Ascheschicht bedeckt, der internationale Flughafen musste seinen Betrieb fast einen ganzen Tag einstellen. Auch im Jahre 1989 ereignete sich eine Ascheeruption, als der Mount Redoubt ausbrach, drei Jahre zuvor war schon der Mt. St. Augustin ausgebrochen.

Die staerkste registrierte Eruption fand aber im Jahr 1912 statt, als der Novarupta bzw. der Mount Katmai bei dem Ausbruch seinen Gipfel verlor. Obwohl die Eruption eine der heftigsten und historisch zu den schwerwiegendsten zaehlt, hat damals niemand sein Leben verloren. Der Vulkan schleuderte ueber 30 Milliarden Tonnen Asche und Bimsstein bis zu 40km hoch in die Atmospaehre und bedeckte das umliegende Land in noch grosser Entfernung mit eine zentimeterdicken Ascheschicht. Der feine Aschestaub hingegen veteilte sich in der Stratosphaere rund um den Globus und verminderte die Waermeeinstrahlung, daraufhin sank die Durchschnittstemperatur im darauf folgendem Jahr um 1 Grad. Noch in einer Entfernung von 1200 Kilometern wurde das Geraeusch der Explosion wargenommen. Das Tal (Valley of Ten Thousend Smokes) in dem sich der Novaerupta befindet wurde von einer 200 Meter hohen Schicht aus Asche und Bimsstein begraben.

Ring of Fire
Mit seinen 15 aktiven Vulkanen im oestlichen Teil des Katmai National Parks bleibt dieser ein Pulverfass. Fast taeglich werden kleinere Eruptionen aufgezeichnet. Auch der Katmai liegt auf dem Ring of Fire, an dem die pazifische unter die amerikanische Platte gelangt und in 100km Tiefe teilweise schmilzt. Dieses geschmolzene Gestein steigt in das darueberliegende, kuehlt entweder ab oder gelangt als Lava an die Oberflaeche (als ruhiger Fluss oder als Eruption).

Da viele Vulkane Alaskas meist mit Schnee oder zum Teil vergletschert sind, kann es bei einem Ausbruch zu Gletscherlaeufen kommen, d.h. dass durch die extreme Hitze das Eis in Bruchteilen von Sekunden abtaut. Dies stellt aber zum Glueck keine grosse Bedrohung fuer die Menschen dar, da in den vulkanisch aktiven Zonen Alaskas, die Besiedlung sehr gering ist. Kaldera-Landschaften findet man im Katmai Nationalpark oder im Aniakchak National Monument, wo sich einer der, mit einem Durchmesser von 9.5km und 600m Tiefe, groessten Vulkankrater/Caldera der Welt befindet. Der zuletzt 1931 taetige Vulkan, explodierte nach der letzten Eiszeit.
:: Geologie
Vulkane:
AVO
Obwohl die meisten taeglichen Eruptionen in Alaska fast nur von technischen Messgeraeten wargenommen werden, kann von ihnen ein grosse Gefahr ausgehen; gelangt ein Flugzeug in die Aurbruchsaeule eines Vulkanes ist nicht nur die Sicht behindert, sondern auch das Flugzeug kann durch die Asche den Antrieb verlieren.
Da gerade ueber den aleutischen Vulkanen grosser Luftverkehr herrscht - 50.000 Flugzeuge pro Jahr und 10.000 Fluggaeste pro Tag - ist eine Ueberwachung und Vorhersage der Eruptionen von nicht zu verachtender Wichtigkeit, diese Aufgabe hat, neben anderen, das Alaska Volcano Observatory [AVO].
Ausgewaehlte Vulkane Alaskas:
N A M E :
ANIAKCHAK CALDERA
S Y N O N Y M :
Aniakchak Krater
T Y P :
Stratovulkan mit Kaldera
O R T :
670 suedlich von Anchorage auf der Alaska Halbinsel
L / B - G R A D :
5653'N, 15810 W
H Ö H E :
1,341 M

 Bilder  
ANIAKCHAK
Der 1922 entdeckte eisfreie Aniakchak Vulkan ist mit einem Durchmesser von 9.5km und 600m Tiefe, einer der groessten Vulkankrater/Caldera der Welt. Der zuletzt im Mai 1931 mehrmals taetige Vulkan, explodierte nach der letzten Eiszeit, im Inneren befindet sich heute der Surprise Lake (Kratersee, gespeist von heißen Quellen) aus diesem fließt der Aniakchukfluß und mündet nach 53km in den Pazifischen Ozean.
N A M E :
AUGUSTINE VOLCANO
S Y N O N Y M :
Mount St. Augustine
T Y P :
CENTRAL DOME CLUSTER
O R T :
290km suedwestlich von Anchorage auf der Augustine Halbinsel
L / B - G R A D :
5923'N, 15326'W
H Ö H E :
1,260 M

 Bilder  
AUGUSTINE
Augustine gehoert zu dem aleutischen Vulkanen und besteht aus verschiedenen Lavakuppeln und kurzen Lavafluessen. Geroelllawienen haben ein Schuttfeld, welches den Hauptkegel kollabieren laesst, um den Vulkan geschaffen. Die Geroelllawienen haben die Kraft wenn sie die Kueste erreichen, Tsunamis auszuloesen. Historische Eruptionen waren: 1883, 1935, 1963-64, 1976 und 1986. Der letzte Ausbruch war sehr explosiv und verstreute viel Asche im Cook Inlet. Zur Zeit (Januar 2006) ist der Vulkan wieder aktiv!
N A M E :
CLEVELAND VOLCANO
S Y N O N Y M :
Mt. Cleveland
T Y P :
StratoVulkan
O R T :
Auf den Chuginadak Inseln, 490km westlich von der Alaska Peninsula
L / B - G R A D :
52.49N, 169.57W
H Ö H E :
1,730 M

 Bilder  
CLEVELAND
Der zu den aktivsten der Aleuteninseln gehoerenden Vulkanen ist fast perfekt symmetrisch. Er bildet mit einem anderen unbenannten Vulkan die Ostseite der Chuginadak Insel und ist der hoechste der 'Four Mountains Group'. 1944 kam ein auf den Inseln stationierte Soldat bei einem Ausbruch ums Leben. Der Vulkan ist seit dem 20. Februar 2001 wieder aktiv, er ist mehrmals ausgebrochen und hat Asche und Lava ausgestossen.
N A M E :
DRUM VOLCANO
S Y N O N Y M :
Mt. Drum
T Y P :
StratoVulkan
O R T :
In den Wrangell Mountains
L / B - G R A D :
62.12N, 144.64W
H Ö H E :
3,661 M

 Bilder  
DRUM
Der in den Wrangell Mountains gelegene Stratovulkan ist zwischen 0.65 und 0.24 Millionen Jahren alt. Er ist in zwei Stufen entstanden. Eine starke Eruption hat die suedliche Haelfte des Vulkans fast zerstoert und hat im Umkreis von 200km Geroell, Lava und Gestein des Mt. Drum verteilt. Bisher hat niemand einen Ausbruch 'live' miterlebt.
N A M E :
ILLIAMNA VOLCANO
S Y N O N Y M :
Illiamna
T Y P :
StratoVulkan
O R T :
225km suedwestlich von Anchorage in der Aleuten Range
L / B - G R A D :
60.0N, 153.1W
H Ö H E :
3,053 M

 Bilder  
ILLIAMNA
Der typische Stratovulkan der westlich des Cook Inlet liegt, ist schon haeufiger in der Vergangenheit ausgebrochen: 1778, 1867, 1876, und am staerksten im Jahr 1953. Jedes Jahr im Herbst und Fruehling werden Rauchsaeulen am Vulkan beobachtet. 1996 wurden zwei seismologische Erdstoesse unterhalb des Illiamna Vulkans gemessen - ein Zeichen fuer einen moeglich bevorstehenden Ausbruch.

  Weitere Vulkane Alaskas
Images courtesy of AVO/USGS / Copyright der Bilder AVO


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