Alaska Railroad

Denali Star Train (c) Glenn Aronwits / Alaska Railroad


Alaska Railroad

Die berühmte Alaska Railroad bedient die 750 Kilometer lange Nord-Linie zwischen den Orten Seward und Fairbanks. Sie macht Stopps in Wasilla, Denali, Nenana und Talkeetna und braucht etwa 12 Stunden für die, von Mitte Mai bis September, täglich geöffnete Strecke.

Eine unvergleichliche Bahnreise

Alaska Railroad Logo (c) Alaska Railroad Corporation Wenn Alaska-Besucher zum ersten Mal an Bord eines Zuges durch die Wildnis fahren, ist es der Beginn einer Reise voller Abenteuer und Überraschungen. Der Ausflug könnte, wie jeder andere beginnen. Der Zug entfernt sich vom Bahnhof der Innenstadt mit dem Klang der Metallräder auf den Schienen, der dann in einen gleichmäßigen Rhythmus übergeht. Bequem sitzend in einem Wagon, beginnt sich um einen herum die Landschaft Alaskas auszubreiten. Doch innerhalb von Minuten erkennt man, dass die Reise von Anchorage nach Fairbanks besonders ist.
Um jede Kurve wartet die majestätische Schönheit der Gletscher, Berge und der alaskanischen Tierwelt. Ein Elch könnte an einem Fluss weiden. Das Blau eines Gletschers lugt unter dem schmelzenden Schnee im Sommer an einem Berg hervor. Ein Blick auf den Mt. McKinley, dem höchsten Berg Nordamerikas, wird frei – wie sie ihn nur von der Route der Alaska Railway aus zu sehen bekommen. Ein Reisender könnte dann einen der Speisewagen aufsuchen und bei einer Mahlzeit von alaskanischem Lachs, serviert auf edlem Porzellan, das Erlebte nochmals Revue passieren lassen.

Willkommen in Alaska und einer Bahn-Reise, wie keine andere.

Flagstop Verbindungen:

Das größte staatliche Bahnsystem ist eine der letzten verbliebenen ‚Flagstop' Zugverbindungen, wo Passagiere inmitten der Wildnis stehend den Zug per Handzeichen zum Anhalten bringen können, um dann mitzufahren. Doch die Züge die durch Alaska fahren, bieten noch etwas anderes einzigartiges im Land: Zugang zur Wildnis und Tierwelt, von denen die meisten Reisende nur träumen.

Alaska ist einer der wenigen Orte, wo die Eisenbahn täglich sowohl Passagiere als auch Fracht transportiert. Nur ein Drittel Alaskas ist mit dem Auto erreichbar, so bietet eine Zugfahrt mehr zu sehen an, als eine Fahrt über den Highway.

Geschichte der Alaska Railroad:

Sheep Creek River (c) Library of Congress Das 91jährige Schienen-System führt durch Alaska von Whittier und Seward nördlich nach Anchorage, weiter dann durch das Herz Alaskas, nach Fairbanks, dem Handelszentrum für die nördlichen Gemeinden. Die meisten Abschnitte sind von Wildnis umgeben und über weite Strecken verläuft die Eisenbahnlinie parallel zu den zerklüfteten Küsten von Süd-Zentral Alaska – mit spektakulären Panoramen – alles in einem Tempo, das an die Anfänge des 20ten Jahrhunderts und den Beginn der Alaska Railroad erinnert.

Das staatliche Schienensystem wurde damals mit Fördermitteln des Kongresses von 35 Millionen US Dollar unterstützt, um Kohle aus dem Matanuska Tal (nördlich von Anchorage) zu fördern und die innere alaskanische Region für die Entwicklung zu öffnen. Nur mit einfachen Werkzeugen ausgerüstet, vollendeten die Arbeiter die Strecke im Jahr 1923. Dabei überwanden sie Hindernisse und Bedingungen, die auch nach heutigem Stand, fast unmöglich gewesen wären. Am 15. Juli 1923 wurden die Teilstrecken, in Nenana vom damaligen Präsidenten Warren G. Harding mit einem goldenen Nagel, verbunden.

Bahnreisen durch die Wildnis Alaskas mit allem Komfort:

Panorama Wagen, Gourmet-Mahlzeiten, Erfahrene Reiseführer

Jedes Jahr fahren mehr als 400.000 Menschen auf den Schienen Alaskas, die einen wegen des praktischen Transports, die anderen der Romantik wegen.

Alaska von den Glas-Kuppel-Wagons, mit ihren übergroßen Panorama-Fenstern, zu sehen und gleichzeitig den Komfort des Komplett-Service zu genießen ist atemberaubend. Die 12-Stunden Fahrt in den Norden, von Anchorage aus, nach Fairbanks, führt durch den Denali Nationalpark – mit scheinbar endlosem Blick auf Berge, Wildtiere und Flüsse. An Bord genießen sie die Gastfreundschaft und die Annehmlichkeiten, die ursprünglich diesen Bahnfahren den dekadenten Ruf einbrachten. Cocktails und andere Getränke werden den ganzen Tag über serviert. Gourmet-Mahlzeiten, wie ein herzhafter Schmorbraten oder eine Auswahl an frischen alaskanischen Meeresfrüchten, werden ebenfalls kredenzt. Die Menge der beeindruckenden Landschaften, die während der Fahrt an einem vorüberziehen, ist überwältigend.

Die Züge begleiten erfahrene Führer, die die Reise gut fundiert kommentieren. Dabei lernen die Gäste etwas über die Naturgeschichte und Kultur der Urbevölkerung Alaskas und hören Anekdoten über urwüchsige Charakter, die vor 100 Jahren ihre Heimat verließen, um ihr Glück in Alaska zu finden.

Für diejenigen, die mehr Zeit für die Erkundung der Orte entlang der Alaska Railroad haben möchten, dürfte eine Fünf-Nächte-Tour genügen.

Alaska Railroad Bilder:

Reiseführer (c) Alaska Railroad
Gold Star Dome (c) Glenn Aronwits / Alaska Railroad
Gold Star (c) Alaska Railroad

Alaska Railroad Video:

Von Anchorage nach Fairbanks:

Seward, Hundeschlittentour, Exit-Gletscher, Denali Nationalpark, Alaskas Tierwelt

Die Reise beginnt in Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Mit fast 300.000 Einwohnern bietet Anchorage ein beliebtes städtisches Umfeld, mit all den Vorteilen einer Großstadt. Doch keine andere Stadt in den USA, ist mit solch atemberaubenden Ausblicken und reicher Tierwelt umgeben. Die Gewässer des ‚Cook Inlet' treffen auf die Ausläufer der Alaska Range und in nur wenigen Minuten östlich der Innenstadt, beginnt die unberührte Wildnis der ‚Chugach Mountains'. Von Anchorage aus, schlängelt sich der Zug Richtung Süden durch die Wildnis, nach Seward. Gletscher, sowie die spektakuläre Wassertierwelt Alaskas sind von der Strecke aus sichtbar. Der Zug fährt nach Seward in die ‚Resurrection Bay', wo die Reisenden dann die Möglichkeit haben an Bord eines Ausflugschiffes zu gehen und eine Tour durch den ‚Kenai Fjord Nationalpark' zu unternehmen.

Alaska Eisenbahn Die Gäste werden dann in Seward übernachten. Am nächsten Tag werden die Reisenden dann das ‚echte' Alaska erleben, indem sie eine Hundeschlittenfahrt machen, ein Mittagessen in einem alaskanischen Rasthaus genießen und einen atemberaubenden Blick auf den Exit-Gletscher werfen. Nach einem Tag voller Aktivitäten, genießen die Gäste die landschaftlich reizvolle Bahnfahrt zurück nach Anchorage, wo sie die Nacht verbringen werden. Am folgenden Tag werden die Reisenden Anchorage in Richtung Norden verlassen und durch das Matanuska Tal fahren, das für sein Riesen-Gemüse, was unter der Mitternachtssonne wächst, bekannt ist. Weiter nördlich werden die Zuggäste wahrscheinlich den Höhepunkt ihrer Reise erleben, wenn sie zum ersten Mal die spektakuläre Aussicht auf den 6.914 Meter hohen Mt. McKinley genießen können. Von jeder Kurve der Strecke aus, zeigt sich der ‚Denali' (Bezeichnung der Ureinwohner), der einer der meist fotografiertesten Berge der Welt ist, aus einer anderen Perspektive. Falls der Anblick des höchsten Berges Nordamerikas nicht genug ist, bietet die Route Ansichten von mehreren der 20 höchsten Gipfel Alaskas. Beendet wird der Tag mit einem Rundflug des Mt. McKinley. Die Nacht verbringen die Gäste im charmanten Talkeetna.

Am letzten Tag werden die Reisende eine 130-Meilen Rundreise durch den Denali State Park unternehmen und die ‚Devils George' (Teufelschlucht) besuchen. Blau-grüne Fichtenwälder, kristallklare Flüsse und Wildblumenwiesen ziehen, während der Fahrt, an einem vorbei. Auf dieser Route gibt es außerdem die ausgezeichnete Gelegenheiten Wildtiere, wie Bären, Elche, Dall-Schafe, Karibus, Weißkopfseeadler, Rotfüchse, Biber und den Staatsvogel Alaskas – das Schneehuhn, zu sehen. Häufig wird die Geschwindigkeit des Zuges für das Fotografieren verlangsamt und die Reiseleiter sind in jeder Art bestens mit der Flora und Fauna Alaskas vertraut. Nach der Besichtigung des Denali State Parks kehrt der Zug für eine letzte Übernachtung im ‚Last Frontier' nach Anchorage zurück.

Alaska Railroad Bilder:

Gold Star (c) Ron Niebrugge / Alaska Railroad
Mt. McKinley (c) Steve Bly / Alaska Railroad
Familie (c) Glenn Aronwits / Alaska Railroad

Von Anchorage nach Seward / Whittier

Küsten(kreuz)fahrt, Alaska Sea Life Center, Prince William Sound

Seward - Anchorage (c) Alaska Railroad Reisende, die nach einem kürzeren Ausflug von Anchorage aus suchen, sollten eine Reise nach Süden bis Seward oder Whittier unternehmen. Eine 4-Stunden-Fahrt von Anchorage bringt die Passagiere, entlang des Turnagain Arm – am Cook Inlet – in die Hafenstadt Seward. 1903 von Eisenbahnvermessungsingenieueren als Überseefrachthafen und Versorgungszentrum gegründet, hat Seward eine ‚Gründerzeit'-Atmosphäre mit Häusern und Gebäuden aus den frühen 1900er Jahren.

Der Kenai Fjords National Park bietet auf den Küsten(kreuz)fahrten Ausblicke auf die Gezeitengletscher, Wale, nistenden Seevögeln, Robben und Seeotter. Besucher können das Alaska Sea Life Center, mit seinen Unterwassertanks erkunden, wobei die Zuschauer dann, nur durch eine Glasscheibe getrennt, sich wie im Meer fühlen dürften.

Besucher können auch eine 2,5 stündige Fahrt von Anchorage nach Whittier mit dem ‚Glacier Discovery'-Zug machen, wodurch die Passagiere Zugang zu den vielen Touren im Prince William Sound und den massiven Gletschern (für den der Sound bekannt ist) haben. Von Mitte Mai bis September existiert täglicher Service von Anchorage nach Seward und Whittier.

Sonderzüge

Winterzüge, Ski-Train, Bier-Zug

Winter (c) Alaska Railroad Die Alaska Railroad bietet auch eingeschränkten Winterdienst, zwischen Anchorage und Fairbanks an. Von ihrer gemütlichen Aussicht in den Wagons, können die Gäste das Nordlicht sehen, wie es den Himmel rot, blau, lila, grün, orange oder gelb verfärbt. Um die schneereichen Winter noch attraktiver zu machen, gibt es besondere Veranstaltungs-Züge, die die Fahrgäste in die gefrorene Wildnis bringen.

Der nordische Ski-Zug fährt einmal im Jahr während des Winters und führt von Anchorage nach Norden bis zur historischen Altstadt von Curry. Dort können Wintersportler den Tag in der winterlichen Wildnis verbringen. Danach werden sie wieder in den Zug steigen und bei Live-Musik und Erfrischungen nach Anchorage zurückkehren.

Eine Reihe von anderen Sonderzügen fahren während des Jahres. Zum Beispiel der jährliche ‚Great Alaska Bier'-Zug, der eine 80 Meilen Rundreise von Anchorage nach Portage macht und den Gästen, während sie den unglaublichen Blick auf den Turnagain Arm genießen, eine Vielzahl von lokal gebrauten Biersorten und Hors d'hoeuvres offeriert.

Medien Tipps:

Express in die Hölle (Runaway Train) DVD

Express in die Hölle DVD Der Action-Thriller 'Express in die Hölle' wurde hauptsächlich auf den Strecken der Alaska Railroad in Alaska gedreht. Das ARR-Logo der Bahngesellschaft durfte jedoch nicht gefilmt werden. Der Film wurde dreimal für einen Oscar und für den Golden Globe Award nominiert.
Inhalt: Wegen zahlreicher Gewaltverbrechen sitzen Manny und Buck im Gefängnis. Als sich die Gelegenheit ergibt, nutzen die beiden die Chance zur Flucht. Ein gigantischer Koloß aus Eisen und Stahl soll sie auf zwei Schienen in die Freiheit führen: vier aneinander gekoppelte Loks - mehr Dämon als Maschine. Kurz nachdem Manny und Buch auf dieses dampfende Ungetüm aufgesprungen sind, erliegt im Führerhaus der Lokführer einem Herzinfarkt. Führerlos kämpft sich das Ungetüm einem ungewissen Ziel entgegen. Niemand und Nichts kann diese stählerne Bestie bändigen, die mit unvorstellbarer Gewalt alles aus dem Weg räumt, was sich ihr entgegenstellt. Auch die Behörden scheinen machtlos gegen dieses Monster zu sein. Der Weg in die Freiheit muß in ein Chaos führen...

Railroad Alaska (TV)

Railroad Alaska - Danny und Animal (c) Destination Alaska / DMAX Doku-Reihe (auf DMAX) über die Arbeit rund um eine der gefährlichsten Eisenbahnlinien der Welt: Die Alaska Railroad. Tag für Tag setzen sich die Männer dem grausamen Wetter und der heimtückischen Umgebung aus, um die 500 Meilen lange Strecke aufrecht zu erhalten. Ist die Alaska Railroad nicht befahrbar, können lebenswichtige Gegenstände nicht transportiert werden. Eisige Temperaturen und riesige Schneemassen: Danny Forsman und seine Eisenbahnerkollegen liegen in Alaska permanent im Clinch mit der Natur. Mal machen ihnen Lawinen das Leben schwer, dann wieder der Dauerfrost. Die Arbeitsbedingungen im nördlichsten Bundesstaat sind extrem, doch die Züge müssen rollen. Denn für viele Siedler in der Region sind sie die einzige Verbindung zur Zivilisation.

Text (c) Copyright Thompson PR / rnr-projects | Bilder (c) Alaska Railroad

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